Das rechte Pedal

"Die Seele des Klaviers ist das Pedal." (Zitat von Arthur Rubinstein)

Das rechte Pedal - landläufig einfach "Pedal" genannt - hebt die Filzdämpfer von den Klaviersaiten ab. Normalerweise würde eine losgelassene Taste den Ton abrupt enden lassen. Das Treten des Pedal verursacht das Ausklingen eines Klangs bis es wieder durch Anheben des Fußes gelöst wird. So werden zum Beispiel sich auftürmende Klangaskaden oder ein Hall wie in einem größeren Raum ermöglicht.

Das rechte Pedal wird auch Klangpedal genannt, weil es maßgeblich an der Formung des Klangs beteiltigt ist. Anfangs wird es verwendet, um Klänge miteinander zu verbinden. Im Regelfall wird das Pedal weder ganz durchgetreten noch lässt man es bis zum oberen Anschlag los. Der Ausgangspunkt für den Fuß ist die Position, wo das Pedal gerade zu wirken beginnt - die "Pedalkante".

Ab der musikalischen Mittelstufe bis Oberstufe erfüllt das Pedal weit mehr Funktionen: Erzeugen von Hall- und Raumklang, Unterstützung von Akkordschlägen oder ein feine Kontrolle über das Verebben eines Klanges.

Die Entwicklung der anspruchsvolleren Pedal-Techniken geht Hand in Hand mit der Arbeit an der Interpretation, der musikalischen Vorstellung davon, wie ein Stück klingen soll.