Langfristig denken – Ruhe bewahren

In unserer schnelllebigen Zeit ist Ruhe als Grundlage der Konzentration und Aufmerksamkeit ein Gut, dass oft erst erlernt werden muss. Daher ist es nötig, immer wieder an der erforderlichen Einstellung zu arbeiten.

Es ist wichtig, immer wieder auf die notwendige Dauer zu verweisen, die ein Lernschritt oder das Erlernen eines Stückes erfordert.

Ein Beispiel aus dem Unterrichtsalltag: Ein Schüler drückt permanent die Finger beim Spielen durch. Es fehlt ihm an Fingerstabilität Langfristig muss das Problem behoben werden, da der Schüler sonst später bei schnelleren Passagen Schwierigkeiten bekommt.

Im Unterricht zeigt er erste Anzeichen von Frustration: „Meine Finger drücken sich immer durch. Das schaffe ich nie!“ – Zunächst muss der Druck aus der Situation genommen werden: "Du schaffst das NOCH nicht. Das ist nicht einfach, das darf ruhig seine Zeit dauern." Anschließend muss dem Schüler die Sorge genommen werden, er müsse sich nun andauernt mit etwas so Langweiligem wie der Fingerstabilität beschäftigen: "Wir werden das einfach so nebenbei mitmachen, bis das Thema dann irgendwann erledigt ist.“

In der Folge muss aber auch sichergestellt werden, dass der Fingerstabilität wirklich kein übertriebenes Gewicht in den Unterrichtsstunden beigemessen wird.