Bewegungen und Fingersätze

Der Umgang mit für das Klavierspiel geeigneten Bewegungen gestaltet sich ähnlich wie beim Sport. Die Bewegungen sollen kräftesparend und ohne Umwege ausgeführt werden. Zudem sollen sie geeignet sein, den erwünschten Klang zu erzeugen.

Gute Bewgungen lassen sich nur mit Hilfe von günstigen Fingersätzen erreichen. Fingersatz ist ein sehr umfangreiches Thema, dass ich zukünftig an anderer Stelle der Seite noch aufgreifen werde. Für das Spiel mit geringstmöglichem Aufwand ersetzen wir Kraft und Druck durch das Armgewicht. Eine optimalen Gewichtübertragung benötigt eine gewisse Stabilität in Fingern und Handgelenken.

Bei kräftigen Akkorden arbeiten wir mit Impulsen (kurze Schwungbewegungen). In der Regel sollen die Bewegungen fließend sein - ohne "Ecken" , nicht ruckartig. Daraus ergibt sich für die Fingersätze, dass diese eine ruhige Hand gewährleiten sollen.

Optimierung der Fingersätze: Fingersätze sollen grundsätzlich für die schwerste Fingerkombination innerhalb der Tonfolge optimiert werden. Von dort aus suchen wir den restlichen Fingersatz. Da die Finger etwa doppelt so schnell spielen können wie der Arm, werden schnelle Tonfolgen aus den Fingern gespielt. Auch Melodiebögen werden aus den Fingern gespielt.

Die Lautstärkenentwicklung entsteht durch die Dosierung des Armgewichtes. Eine Ausnahme bilden kurz gespielte "staccato"-Töne, die bis zu einem mittleren Tempo aus dem Handgelek oder aus dem Unterarm gespielt werden. (Staccato-Töne werden gekennzeichnet durch einen Punkt über der Note.)