Ref. Ulrich Plaumann | Jochen Kötter

Referenz

Ulrich Plaumann

„Was ich an Herrn Kötter besonders schätze, ist die nahezu unnachahmliche Eigenart den Unterricht ganz auf die Bedürfnisse des Schülers abstimmen zu können, ohne einen eigenen willkürlichen Masterplan abzuarbeiten.

In meiner Anfangszeit wurde mir das beigebracht, was mir fehlte. Ich suchte einen Weg, das Instrument perfekt zu beherrschen und damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Dieser Möglichkeit wurde mir Raum gegeben, ich durfte die zweite Rhapsodie von Brahms in einem Konzert von Herrn Kötter als eine Art Support vortragen. Ich spiele sie bis heute gerne. Ich investierte mehr Zeit ins Üben und wurde perfektionistischer. Herr Kötter spielte mit, bis ich an meine Grenzen stieß. Ich lernte Niederlagen kennen (Jugend Musiziert 2004) und übte weniger, spielte auch auf Schülerkonzerten nicht mehr. Wieder wurde mir kein Stein in den Weg gelegt, stattdessen ein Zeugnis, in dem mir gesagt wurde, mein Perfektionismus behindere mich. Ich lernte aus dieser ehrlichen Kritik und sah ein, dass mein Zeitpensum einfach nicht mehr reichte, um große Sprünge zu machen.

Heute bin ich berufstätig und nutze die wenige Übezeit zur Entspannung nach härteren Arbeitstagen. Ich möchte gerne etwas von der Virtuosität und Musikalität meiner Lieblingskünstler und – werke mitbekommen, also suche ich meine Stücke dementsprechend aus. Immer im Kopf, damit nicht mehr an die Öffentlichkeit treten und dem Perfektionismus der frühen Jahre standhalten zu können. Was einige als unsinniges Ziel ansehen ist für mich derzeit im Alltag mein einziges Ziel.

Zielvereinbarungen zwischen Lehrer und Schüler, schreibt Herr Kötter auf dieser Homepage und unterstützt mich auch bei dieser Praxis – unabhängig davon, ob er selber mit dieser Einstellung musizieren könnte. Dafür mein herzlichster Dank.“

Ulrich Plaumann (*1983), Schüler seit 10/2000